Die Autoschrauber der Serengeti - Programmhinweis auf Arte TV – Was nur wie ein Autowrack aussehen mag, ist für die Autoschrauber die Basis Ihre Arbeit © Philipp Griess, Arte TV

Die Autoschrauber der Serengeti

Die Autoschrauber der Serengeti zeigen den Safari-Tourismus Tansanias von einer bislang unbekannten Seite.
Das ist ebenso lehrreich wie unterhaltsam anzusehen.

Die Autoschrauber der Serengeti - Programmhinweis auf Arte TV
Die Autoschrauber der Serengeti - Programmhinweis auf Arte TV – Aly Waziri bietet Safari-Touren an, immer wieder hat er neue Ideen © Philipp Griess, Arte TV
Die Autoschrauber der Serengeti - Programmhinweis auf Arte TV – Wer als Autoschrauber Erfolg haben will, braucht Augenmaß und Geschick © Philipp Griess, Arte TV
Die Autoschrauber der Serengeti - Programmhinweis auf Arte TV – Rashid Msangi ist der Chefmechaniker im Team der Autoschrauber © Philipp Griess, Arte TV
Rashid Msangi ist der Chefmechaniker im Team der Autoschrauber, Ally Waziri ist Safari-Operator und kommt immer wieder mit neuen Ideen.

 

Die Autoschrauber der Serengeti machen aus jedem Auto ein Unikat. Philip Griess und Jigar Ganatra verschaffen uns mit ihrem Film einen exklusiven Einblick in eine bislang verborgene Welt.

Dar-Es-Safari

1830 gründeten die Massai die Stadt Arusha am Fuße des erloschenen Vulkans Mount Meru, dem kleinen Bruder des Kilimanjaro. Mit dem aufkommenden Safari-Tourismus Ende der 1980er Jahre kam plötzlich Leben in die Stadt. Nachfolgend entwickelte sich das verschlafene Nest im Hochland Tansanias zu einer boomenden Metropole mit inzwischen mehr als 600.000 Einwohnern.
 
Kurz gesagt, an Arusha kommt heute kein Tourist mehr vorbei. Wer die weltberühmten Nationalparks im Norden Tansanias wie die Serengeti oder den Ngorongoro-Krater besuchen will, startet in Arusha. Die Einheimischen nennen Ihre Stadt deshalb auch Dar-Es-Safari. Da der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle des Landes stellt, ist Arusha so betrachtet die eigentliche Hauptstadt Tansanias.

In Arusha schlägt das Herz der Safari-Industrie

In Arusha hängt praktisch jeder Arbeitsplatz am Tourismus. Und Arbeitskräfte benötigt diese Branche mehr denn je. Im Rekordjahr 2023 haben mehr als 1,8 Millionen Touristen das ostafrikanische Land bereist, Tendenz weiter steigend.
 
Diese Hochglanz-Wunderwelt aus luxuriösen Safari-Lodges und authentischen „Out of Africa“-Erlebnissen beschäftigt ein riesiges Heer an Servicekräften. Sie arbeiten hart daran, den Besuchern auch unter schwierigsten Rahmenbedingungen exklusive Afrika-Abenteuer zu ermöglichen.
 
Trotz ihrer großen Zahl bleiben sie für die Touristen zumeist unsichtbar. Ohne sie würde jedoch kaum ein Tourist auch nur einen der 22 Nationalparks des Landes zu Gesicht bekommen.

Die Autoschrauber der Serengeti

Neben den Lodges und Guides braucht es auch geeignete Safari-Jeeps, mit denen die Touristen reisen. Geeignete Allradfahrzeuge gibt es zwar genug. Allerdings müssen Sie für den Einsatz in den Nationalparks erst umgebaut werden.
 
In den Hinterhofwerkstätten Arushas verwandeln die talentiertesten Autoschrauber Ostafrikas ausgediente Geländewagen in maßgeschneiderte „Safari-Jeeps“. Das geschieht unter einfachsten Bedingungen und mit nur bescheidenem Werkzeug. Dafür aber mit großem handwerklichem Geschick, Improvisationstalent und viel Ideenreichtum.

East Coast Customs

Die Arte-Dokumentation Die Autoschrauber der Serengeti begleitet eines der besten Autoschrauber-Duos der Stadt: Rashid Msangi und Rama Mshana. Ihre Ausgangsbasis sind ausgemusterte Toyota Land-Cruiser und Pick-ups.
 
Die Safari-Operator haben mitunter ausgefallene Wünschen, um sich innerhalb einer starken Konkurrenz besser hervorzuheben. Das ist dann die Chance für Rashid und Rama. Im Stil von West Coast Customs erwecken sie mit Trennschleifer und Schweißgerät auch die gewagtesten Träume zur Realität.

Unser TV-Tipp des Monats

Eine beeindruckende Hommage an das legendäre Talent der Afrikaner, aus etwas scheinbar Nutzlosem und Altem wahrhaft Wunderbares und gänzlich Neues entstehen zu lassen. Dieser Film zollt den Menschen Respekt, indem er Ihre Arbeit sichtbar macht. Darüber hinaus wird offensichtlich, wie der Tourismus den Menschen in Afrika Auskommen, Hoffnung und eine Zukunft geben kann.

Ein Paradebeispiel von afrikanischem Improvisationstalent

Wieder einmal ist das schier Unmögliche vollbracht. Trotz der harten Arbeitsbedingungen darf die Lässigkeit aber nicht auf der Strecke bleiben. Nach getaner Arbeit betrachtet Rama zufrieden sein Werk und zündet sich an der noch glühenden Schweißnaht eine Kippe an. Die hat sich der begnadete Heavy Metall-Virtuose mehr als verdient. Must See!
 
 
 
Quellen:Arte-TV, Bildnachweis: Arte TV © Philipp Griess Productions