Safari-Packliste: Gepäcktrolleys am Flughafen Kilimanjaro

Ostafrika unbeschwert genießen:
Die ultimative Safari-Packliste

Die richtige Vorbereitung ist bekanntlich schon der halbe Erfolg –
Wobei Erfolg in diesem Fall durch ungetrübten Genuss und entspannte Urlaubsfreude ersetzt werden kann.

Damit Sie bei der Vorbereitung auf Ihre Safari nichts vergessen und alles Wesentliche einpacken, haben wir das übersichtlich in einer Safari-Packliste zusammengefasst und stellen diese hier als PDF zum Download bereit. Richtig spannend wird es dann beim Packen. Einerseits steigt die Vorfreude, andererseits: wie kriegen wir das ganze Zeug platzsparend unter?
 
Ein mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass ist die obligatorische Eintrittskarte nach Afrika. Ein Visum für Tansania erhalten Sie entweder im Voraus auf Antrag an der Tansanischen Botschaft in Berlin oder im Zuge der Einreise am Flughafen in Tansania.
 
Vor Antritt der Reise sollten Sie sich unbedingt einige Kopien des Reisepasses anfertigen, falls der Pass auf der Reise verloren gehen sollte.

Unser Tipp: Into East Africa rät

Scannen Sie Ihren Reisepass und schicken Sie den digitalen Scan an Ihre eigene Email-Adresse. Alternativ raten wir zur Ablage des Scans in einem Cloud Storage wie Dropbox oder Google Drive. So können Sie im Fall des Falles weltweit auf eine Kopie Ihres Passes zugreifen.

 

Ein Gelbfiebernachweis (Impfpass) wird bei der Einreise nach Tansania derzeit nicht verlangt, bei der Einreise nach Sansibar aber schon. Erkundigen Sie sich jedenfalls vor Antritt der Reise nach den aktuell gültigen Einreisebestimmungen. Wir sind im Übrigen dazu gesetzlich verpflichtet, Sie noch vor Abschluss einer Reise darüber zu informieren.
 

Carry-on & Checked baggage

Professionelles Packen beginnt heutzutage bei den Gepäckbestimmungen der Airline, mit der Sie reisen. Gewicht und Größe des Reisegepäcks sind je nach Buchungsklasse limitiert und die meisten Airlines verbuchen heftige Aufpreise im Falle von Übergepäck.
 
In der Economy darf man pro Person in der Regel ein Handgepäckstück á 8 kg (nicht größer als 55 x 40 x 20 cm) mit in die Kabine nehmen und ein Gepäckstück bis 23 kg einchecken.
 
Die Freude darüber, dass einige Fluggesellschaften wie z.B. Emirates inzwischen auch in der Economy ein Aufgabegepäckstück bis 30 kg erlaubt, wird unter Umständen getrübt, wenn Sie im Rahmen Ihrer Reise einen Transferflug gebucht haben.
 

Aus dem Dreamliner in die Cessna Caravan

Die nationalen Fluggesellschaften in Afrika setzen vielfach auf typische Buschflieger wie die Cessna Caravan. Bei diesen sind oftmals lediglich 15 kg an Aufgabegepäck erlaubt. Wenn Sie mit 30 kg pro Person reisen und einen Transferflug im Reiseplan haben, sprechen Sie uns darauf an. Im Voraus lässt sich in der Regel eine Lösung finden. Denken Sie beim Packen auch daran, dass auf dem Rückflug vielleicht noch das ein oder andere Souvenir im Gepäck Platz finden soll.
 
Beim Packen sollte man auch darauf achten, dass Getränke, Flüssigkeiten und Kosmetika nur in geringen Mengen bis 100 ml mit ins Flugzeug genommen werden dürfen. Kosmetika und andere Substanzen müssen Sie separat in einem durchsichtigen Plastikbeutel (z.B. Gefrierbeutel) transportieren.
 
Die Beutel müssen dann bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen aus dem Reisegepäck herausgenommen werden. Ebenso gilt das für metallische Gegenstände, elektronische Geräte, Laptops und die Fotoausrüstung. Erkundigen Sie sich unbedingt einige Wochen im Voraus bei Ihrer Fluglinie über die aktuell gültigen Gepäckbestimmungen für Ihre Reise.
 

Baggage Claim

Hartschalenkoffer und sperrige Trolleys sollte man für einen Safari-Urlaub eher zuhause lassen. Besser geeignet ist eine robuste Reisetasche oder ein großer Rucksack. Wasserdichtheit ist zwar kein Muss, aber von Vorteil.
 
Die Gepäckstücke werden hinten in den Safari-Trucks verstaut und Platz ist dort rar. Der Kofferraum kann von den Guides mit flexibleren Gepäckstücken besser beladen und ausgenutzt werden. Auch beim Flug mit einem Kleinflugzeug sind flexible Gepäckstücke viel einfacher zu handhaben.
 

Schutz vor UV-Strahlung und Krankheiten

Bedenken Sie, dass Sie den Großteil der Tage im Freien verbringen werden. Sonnenschutzcreme mindestens Faktor 30 und Sonnenhut, Schirmmütze, oder Kopftuch plus Sonnenbrille sind bei einer Safari unentbehrliche Basics.
 
Bei Reisen in die Tropen ist neben Sonnenschutz auch Hygiene immer ein Thema. Im Busch ist Hygiene besonders wichtig, um Infektionen und die Entstehung von Krankheiten zu vermeiden und dadurch die Moral aufrecht zu erhalten.
 
Zudem kann die Fahrt ins nächste Krankenhaus schnell weit und zermürbend sein. In Afrika ist man sich dessen bewusst und die Lodges und Veranstalter betreiben einen großen Aufwand, dass Sie auf Ihrer Reise gesund bleiben.
 

Unser Tipp: Into East Africa rät

Für genügend Mineralwasser an Bord des Safari-Trucks sorgt Ihr Fahrer. Mineralwasser sollte auch immer mindestens eine Flasche auf Ihrem Zimmer stehen. Sprechen Sie Ihren Guide ggf. darauf an, denn in der Hitze des Tages kann Dehydrierung sonst schnell zu einem Kreislaufkollaps führen.

 

In Ihre Reiseapotheke gehört neben den üblichen Utensilien zur Erstversorgung von Verletzungen unbedingt auch ein wirksames Kopfschmerzmittel und Kohletabletten. Zur Vorbereitung einer Safari zählt unbedingt auch der Gang zum Hausarzt oder spezialisierten Tropenmediziner, der über die richtige Vorsorge zu Tropenkrankheiten in Ihrem Reiseland aufklären kann.
 
Zum Thema Reisesicherheit und Gesundheitsvorsorge finden Sie auf unserer Website weiterführende Informationen.
 

Fotoparadies Afrika

Afrika ist ein Traum für jeden Fotografen, spektakuläre Motive und Landschaften gibt es praktisch überall. Klar, die eigene Fotoausrüstung muss natürlich unbedingt auch mit auf die Safari-Packliste. Wer eine gute Fotokamera besitzt und damit Tiere fotografieren will, kommt um ein gutes Teleobjektiv nicht herum.
 

Unser Tipp: Into East Africa rät

Zum Festhalten der epischen Landschaften Afrikas liefert die Panoramabildfunktion von Smartphone-Kameras tolle Ergebnisse.

 

Bei den Überlegungen zum Foto-Equipment vergisst man gerne, dass ein Fernglas eigentlich noch wichtiger ist, um eine Safari richtig genießen zu können. Viele Tiere wie Nasshörner sind scheu und in der Regel nur aus weiter Ferne zu sehen, da hilft ein Fernglas enorm.
 

Unser Tipp: Into East Africa rät

Absolutes Minimum ist ein Fernglas mit 8-facher Vergrößerung. Und wenn Sie als Familie reisen, kaufen Sie am besten gleich zwei, andernfalls ist schlechte Stimmung vorprogrammiert!

 

Ein gutes Fernglas ist ein Must-have auf Safari und bei der Anschaffung dafür sollte man keinesfalls sparen. Kaufen Sie einfach das Beste, das Sie sich leisten können.
 

Life is too short to wear boring clothes

Definitiv benötigen Sie nicht für jeden Tag einen frischen Satz zum Anziehen. Einen guten Wäscheservice gibt es in fast jeder Lodge. Nur wenn Sie ausschließlich in Zeltcamps übernachten, ist eine größere Reserve an Kleidung nötig. Leichte, Locker-luftig und komfortabel zu tragende Kleidung ist jedenfalls essentiell.
 
Heutzutage ist es natürlich nicht notwendig, wie Robert Redford im perfekten Khaki-Safari-Outfit aufzutreten. Neutrale und nicht allzu helle Umgebungsfarben wie Beige, Olivgrün, Grau oder Braun sind zu bevorzugen, da sich diese gut der Umgebung anpassen und von Tieren weniger gut wahrgenommen werden können. Übrigens bietet die Bekleidungsindustrie im Bereich Outdoor zahlreiche Innovationen, erkundigen Sie sich einfach im einschlägigen Fachhandel.
 
Eine Pirschfahrt dauert mitunter mehrere Stunden, oder beginnt auch mal am frühen Morgen, wenn es noch recht frisch ist. Kleiden Sie sich daher nach dem Zwiebelschalenprinzip in mehreren Schichten. Zum Beispiel mit T-Shirt, darüber Pullover und Jacke. Ziehen Sie sich dann an oder aus, so wie es gerade am besten passt.
 
Achtung: Auch wenn es scheinbar gut in´s Schema passt, tragen Sie keine Camouflage-Outfits. Diese werden in Afrika ausschließlich mit Militärs assoziiert. Polizei und Zollbehörden reagieren mitunter gereizt, weil Camouflage bei Touristen als bewusste Provokation wahrgenommen wird.
 

Unser Tipp: Into East Africa rät

Extrem praktisch sind die leichten Safari-Hosen, die sich dank Zip-Verschluss in Sekunden von einer langen Hose in eine Shorts verwandeln lassen.

 

Das Zwiebelschalenprinzip ist die ideale Bekleidungs-Strategie für Afrika. In der Trockenzeit kann es nachts mitunter recht frisch werden, ein Fleece oder eine leichte Jacke und ein Halstuch gehören dann mit ins Reisegepäck.
 
Um Mückenstiche zu vermeiden, ist neben dem obligatorischen Mückenspray vor allem die richtige Kleidung der beste Schutz. Dabei sollten möglichst alle Körperstellen bedeckt sein. Konkret sollten sie in den Abendstunden Socken, lange Hose und langärmliges Shirt oder Jacke tragen. Tagsüber sind Stechmücken wie bei uns auch übrigens kein Thema.
 

If the shoe fits, wear it

Das passende Schuhwerk hängt ganz davon ab, wie Sie Ihre Safari vor Ort genau gestalten wollen. Für Tierbeobachtungen und die Fahrt im Jeep genügen in der Regel stabile Sportschuhe oder leichte, halbhohe Wanderschuhe (Trekkingschuhe).
 
Falls Sie auch wandern gehen bzw. längere Strecken zu Fuß im Busch unterwegs sein wollen, gehören feste, hochgeschlossene Wanderstiefel oder gleich richtige Safaristiefel unbedingt auch mit ins Gepäck. In den Unterkünften können Sie hingegen Sandalen oder leichte Sommerschuhe tragen.
 

Unser Tipp: Into East Africa rät

Mit Plastik-Duschhauben zum Schutz darüber dürfen auch extrem schmutzige Schuhe wieder zurück ins Gepäck.

 

Eines wollen wir Ihnen noch ans Herz legen: Packen Sie ein Notizbuch ein und führen Sie auf Ihrer Reise ein kleines Tagebuch. Sie werden erstaunt sein wie viel Sie erleben, und ohne diese kleine Gedächtnisstütze später werden Sie sich kaum mehr an alle Details erinnern können.
 
Eine Safari ist eines dieser besonderen Erlebnisse im Leben, an die man sich auch nach vielen Jahren noch gerne zurückerinnert. Und für diese Art von Sehnsuchtsmomenten steht dann dieses unscheinbare Notizbuch im Regal.
 
Bildnachweis: Christian Pfefferle, Into East Africa