Mission Wildnis - Programmhinweis auf Arte TV - Elefanten aus dem Südwesten Sambias wandern über neue Wildkorridore © Nikolaus Tarouquella

Mission Wildnis

Es wird eng auf unserem Planeten. Die Gebiete, in denen Tiere ungestört vom Menschen leben können, werden immer kleiner oder verschwinden ganz.
Mission Wildnis begleitet Wissenschaftler, Naturschützer, Wildhüter aber auch engagierte Einheimische, die mit Initiativen und guten Ideen dagegen ankämpfen.

Mission Wildnis - Programmhinweis auf Arte TV
Mission Wildnis - Programmhinweis auf Arte TV - Wildhüter und Wildnispolizisten auf Streife im Kunene-Gebiet im Nordwest-Namibia © Nikolaus Tarouquella, Arte TV
Mission Wildnis - Programmhinweis auf Arte TV - Löwen im Okavango-Delta © Nikolaus Tarouquella, Arte TV
Mission Wildnis - Programmhinweis auf Arte TV - Forscher Steffen Zuther und sein Kollege wiegen eine Saiga-Antilope in der kasachsichen Steppe © Michael Grotenhoff, Arte TV
von oben nach unten: Wildhüter in Namibia, Löwen im Okavango-Delta und Saiga-Antilope in der kasachischen Steppe

 

Noch gibt es sie, vom Menschen weitgehend unberührte Naturparadiese. Hier können Wildtiere ungestört leben, wie schon seit Tausenden von Jahren. Doch die letzten Oasen unseres Planeten sind bedroht. Durch den Menschen und den von ihm verursachten Klimawandel. Wiederum nur der Mensch selbst kann das wieder in Ordnung bringen! Aber hat er den Willen und die Kraft dazu?
 
Die dreiteilige Arte-Doku Mission Wildnis dokumentiert Aktivitäten von Natur- und Tierschützern auf der ganzen Welt. Gelingt es die letzten noch weitgehend unberührten Gebiete zu stabilisieren und die Artenvielfalt dort zu erhalten?

Die Aktivisten zeigen wie es geht

Eines dieser dieser letzten Naturparadiese ist das Okavango-Delta im südlichen Afrika: Das weltweit größte Binnendelta ist ein Wunder der Natur inmitten der lebensfeindlichen Kalahari-Wüste. Durch seinen Wasserreichtum ist das Delta ein Refugium für zahlreiche wilde Tiere.
 
Allerdings ist dieses fein austarierte Ökosystem bedroht. Ohne den regelmäßigen Zufluß von Wasser aus dem Hochland Angolas gerät das saisonal überschwemmte Feuchtgebiet aus dem Gleichgewicht. Es wäre ein Riesen-Problem für den Wildtierbestand in dieser ansonsten extrem trockenen Region Afrikas.

Mission Wildnis

Die dreiteilige Dokumentationsreihe richtet den Blick auf insgesamt 9 verschiedene Gebiete auf der ganzen Welt. Hierbei kommen Beschäftigte aus Forschung, Zoos und Forstwirtschaft sowie Angehörige indigener Völker zu Wort. Mitunter kooperieren sie weltweit und lernen dabei voneinander.
 
So entwickeln Forscher etwa mit den Wildhütern und den Bewohnern vor Ort einfache Handlungs-Strategien und Methoden. Auf diese Weise wollen sie das natürlich Gleichgewicht und den Tierbestand langfristig sichern.

Low Tech ist der Schlüssel

Dabei muß es gelingen, den dort lebenden Menschen trotz der hohen Naturschutzauflagen eine Perspektive für ihre Existenzsicherung geben. Tatsächlich haben in der Praxis nur einfache und kostengünstige Low-Tech-Lösungen eine Chance. Nur so lassen sich nachhaltig die unvermeidbaren Mensch-Wildtier-Konflikte entschärfen.
 
Werden diese Konflikte nicht gelöst, gerät das fein austarierte Gleichgewicht der Ökosysteme ins Wanken. Und je kleiner die Lebensräume der Wildtiere werden, desto größer werden die Flächen, die von Menschen und Wildtieren gemeinsam genutzt werden müssen.

Unser TV-Tipp im April

Problematisch ist die Lage für die Saiga-Antilopen in den Steppen Kasachstans. Aber auch die Braunbären in den Karpaten müssen sich gegen den Menschen und den immer größeren Druck auf ihren natürlichen Lebensraum behaupten.
 
Umso wichtiger wird, den Tieren und der Natur eine Stimme zu geben. Das in Mission Wildnis zur Schau gestellte Engagement gibt Hoffnung, dass ein nachhaltig stabiles Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur tatsächlich möglich ist. Und dass es dort, wo es verloren ist, wiederhergestellt werden kann.
 
 
 
Quellen: Arte TV, Bildnachweis: Arte TV © Michael Grotenhoff, Nikolaus Tarouquella